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DER AUFBAU DES PAPIERS
HERSTELLUNG
PAPIEREIGENSCHAFTEN
LAGERUNG, HANDHABUNG, RECYCLING
Lagerung, handhabung, recycling

Umwelt und recycling
Papier und Papierherstellung sind unter verschiedenen Umweltaspekten zu betrachten: Die Bewirtschaftung des Waldes, der Herstellungsprozess und die Rückgewinnung. Die Ansprüche sind hoch.

Heute lässt ich Papier zu fast 100 Prozent recyceln, und damit die Papierindustrie die Umwelt so wenig wie möglich belastet, ist es wichtig, so viele Fasern wie möglich wieder zu verwenden.

In der Herstellung fallen immer „Abfälle“ an – beim Wechsel von einer Qualität zur anderen, beim Umspulen, Bogenschneiden und so weiter. Da diese Papierabfälle noch „sauber“ sind, das heißt frei von Druckerschwärze oder anderen Farben, werden sie einfach wieder zermahlen,dem Halbstoff zugesetzt und als so genannter interner Ausschuss verwertet. So wird alles genutzt. Ebenso ist es mit den großen Wassermengen aus der Produktion. Das Wasser wird gereinigt und in mehr oder weniger geschlossenen Systemen immer wieder verwendet. Auch die Energie wird so weit irgend möglich genutzt, indem z.B. die Wärme aus der Trocknung wieder verwendet wird.

Bedrucktes oder anderweitig gebrauchtes Papier enthält meist Verunreinigungen, die in einer normalen Papierfabrik nicht beseitig werden können. Daher werden diese Papiere in einer Spezialfabrik für Recyclingpapier mit speziellen Reinigungsanlagen für Altpapier aufbereitet. Dort wird das gebrauchte Papier in mehreren Schritten gereinigt, bevor es wieder der Produktion zugeführt wird. Altpapier wird vor allem für die Herstellung von Zeitungspapieren und Karton verwendet, aber auch für einige Feinpapiere.

Wenn Zellulosefaser mehrfach verarbeitet wird, ist sie irgendwann verschlissen und nicht mehr brauchbar. Daher ist es nicht möglich, einen geschlossenen Papierkreislauf ausschließlich mit Altpapier aufrecht zu erhalten. Es wird immer wieder Nachschub an frischer, so genannter Primärfaser, gebraucht.

Auch dieses Druckerzeugnis, das aus Primärfaser und internem Ausschuss hergestellt wurde, wird in den Recyclingkreislauf einfließen. Vielleicht wird es recycelt und schon in einigen Jahren zu einer Tageszeitung verarbeitet, wenn sie es aussortiert haben, da Sie sich inzwischen perfekt mit Papier und Druck auskennen. Wir hoffen aber natürlich, dass Sie es viele Jahre lang aufheben. Wenn Sie wollen, hält dieses Handbuch Hunderte von Jahren!
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Vergilben
Wie Sie sicher wissen, haben Papiere eine unterschiedliche Lebensdauer. Ein bekanntes Beispiel für die Papieralterung sind alte Tageszeitungen. Sie werden gelb und etwas spröde. Dieses Phänomen nennt man Vergilben.

Wie alterungsbeständig ein Papier ist, hängt von seinen Bestandteilen und seiner Qualität ab. Allgemein gilt, dass holzhaltige Papiere (hergestellt aus mechanischem Zellstoff ) eine kürzere Lebensdauer haben, da sie Lignin enthalten, das zum Vergilben führt, wenn das Papier lange dem Sonnenlicht (UV-Strahlung) ausgesetzt wird. Möchte man ein Produkt mit wirklich langer Lebensdauer herstellen, empfiehlt sich ein holzfreies Papier (hergestellt aus chemischem Zellstoff).
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Lagerung, handhabung, recycling
Alle Papiere haben ein gewisses Maß an Feuchte.Papier reagiert äußerst empfindlich auf Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen in der Umgebung. In feuchter Umgebung schwellen die Papierfasern und somit die Bogen an.

In trockener Umgebung verhält es sich natürlich umgekehrt – das Papier gibt Feuchte ab. Dieses Phänomen kann zu Dimensionsabweichungen oder Wellenbildung führen, wodurch Probleme beim Drucken auftreten können. Um diese Einwirkungen zu reduzieren und um das Papier auf dem Weg zum Kunden vor Verschmutzung, Beschädigung und Verschleiß zu schützen, erhält das Papier eine Transportverpackung.

Die Transportverpackung sollte auch nach Ankunft beim Kunden nicht entfernt werden, da das Papier sich sonst unmittelbar nach dem Öffnen der Verpackung an die Luftfeuchtigkeit anpasst. Hat der Lagerraum nicht exakt die richtige Luftfeuchtigkeit und Temperatur können die oben genannten Probleme auftreten.

Um die Gefahr von Dimensionsabweichungen zu reduzieren, sollte man das Papier möglichst im selben Raum lagern, in dem es auch später angewendet werden soll, damit es sich gleich an die richtige Temperatur anpasst.

Das ist natürlich besonders wichtig, wenn das Papier über größere Entfernungen transportiert oder zuvor im Winter in einem kalten Lager aufbewahrt wurde. Bitte bedenken Sie, dass Papier, dessen Dimensionen sich einmal verändert haben, auch bei Rückkehr in die „richtige“ Umgebung seine ursprüngliche Form nicht wieder annimmt.

Die Transportverpackungen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die gebräuchlichsten bestehen aus Papier oder Kunststoff. Bei den Transportverpackungen aus Papier handelt es sich meist um ein spezielles Kraftpapier mit einer dünnen, integrierten Kunststoff-Folie, das um die Papierrolle gewickelt wird. Hierdurch wird die relative Feuchte erhalten und das Papier ist gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die Seiten werden mit Rundkappen aus Wellpappe geschützt.

Es gibt auch mehrere Arten von Kunststoffverpackungen. Eine Variante ist die Stretchfolie. Sie wird mehrfach um eine Palette oder Rolle gewickelt, um die Transporteinheit zu fixieren. Die Folie bietet zudem einen guten Schutz.

Schrumpffolie ist eine weitere Variante. Die Palette wird mit Kunststoff – Polyethylen – bedeckt, der schrumpft, wenn die Palette einen Ofen durchläuft. Anschließend wird der Kunststoff unter Druck gesetzt, um die Luft zu entfernen. So ist die Palette weitgehend vakuumverpackt, und das Papier ist sehr gut fixiert und geschützt.
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